Sonntag, 23. August 2009

Als wir Römer waren - Matthew Kneale

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Das Buch des Sommers für mich. So süß, so traurig. Steh ich drauf.

Die Geschichte:
Aus Sicht des - schulpflichtigen aber eher kleinen - Lawrence werden die Erlebnisse des Sommers erzählt, wie er ihn mit seiner kleinen Schwester und seiner Mama erlebt. Der Vater lebt in Schottland, und seine Mutter lebt in ständiger Angst, er könnte plötzlich auftauchen. Deshalb "flieht" die kleine Familie ohne viel Geld mit klapprigen Auto aus England bis nach Italien, wo Lawrence Mama noch so viele Menschen kennt. Aber plötzlich gibt es auch hier Gefahren...

Mein Fazit:
Ein Verdacht, wie's ausgeht hatte ich recht schnell, aber dann konnte ich garnicht mehr aufhören zu lesen um zu gucken, ob's stimmt.

Mittwoch, 19. August 2009

to do

langweilige to-do-at-work-before-holiday-list:

- Literatur ordnen und abheften
- Gedanken ordnen und niederschreiben
- Programmcode ordnen und kommentieren
- Bücher, die jemand anders brauchen könnte, präsent hinstellen
- Abwesenheitsnotiz in meine Mails basteln
- alle knuddeln (ähm, nö)
- Kuchen mitbringen
- ...

Montag, 17. August 2009

monty python fan?

Wochenende, Telefonat mit meiner Oma:
„Ne Kind, was hier alles los ist, kannst du dir gar nicht vorstellen: Hier kämpfen die Motoradbanden gegeneinander. Die Kaninos gegen die Hell’s Angels glaub ich. Einer Wurde schon sogar schon erschossen.

Jaja, die Sensationslust älterer Menschen ist unerschöpflich. Aber die grausamen Kuschel-Kaninos würde ich schon auch mal gerne sehen…

Donnerstag, 13. August 2009

schwimmbad

Gestern im Schwimmbad. Ein kleiner Junge quasselt mich an: „Wozu ist das auf deinem Kopf?“ – „Damit die haare nicht nass werden.“
OK, eher unspektakulär, aber der darauf folgende Blick des Kleinen auf mich seltsame Tuse war göttlich. :-)

Freitag, 7. August 2009

ähmmm, ja - manchmal bin ich platt...

Manchmal schocken die Menschen mich. Ne, ehrlich… Also, heute morgen jogg ich so meine Runde durch’s „Kietz“. OK, ich lebe im sozialen Brennpunkt und genieße es (Szenekinos, Kaffeehäuser und Restaurants aller Länder & Preisklassen sowie bunte Fahnenvielfalt zur Fußball-WM). Früher das Arbeiterviertel, heute ein Viertel Arbeitslose - hauptsächlich Ausländer der ersten oder zweiten Generation. Die Stadt beschreibt die Probleme hier freundlich als:
“Im Bereich der Jugendlichen und der Mitbürger/innen mit Migrationhintergrund ist die Arbeitslosigkeit noch deutlich höher. Auch andere soziale Probleme sind hier besonders deutlich. So ist die Zahl der Transfergeldempfänger und Sonderschüler gemessen am stadtweiten Vergleich überproportional hoch.“
Hmm, aber warum passiert gerade hier das: Ich jogg so… Auto neben mir nimmt Tempo weg. Scheibe runter. Mann, Glatze, Jeansjacke (jaja, heute morgen war anscheinend kalt), ca. 40. „He Süße, gehste mit mir Eisessen?“ Beifahrer johlt. Ich jogge, lächle, zucke die Schultern und zeig auf die Stelle, wo bei frommen Menschen in meinem Alter der Ehering sitzt. Alles in allem fand ich mich also ziemlich freundlich. Er: „Eh scheiß Türkin, sprichst du kein deutsch oder was?“ Beifahrer johlt. Tritt auf’s Gas und ist weg.

Donnerstag, 6. August 2009

Wer, wie, was, …

Hach, endlich. Nach langem Entzug konnte ich das hier aufschnappen, entweder sind schon zulange Ferien, oder die Kleine ist clever...

In der U-Bahn, ein kleines Mädchen (ca.7) und seine Mutter.
Mädchen: Mama, wenn man den Müll von der Erde mit einem Flugzeug ins Weltall schicken würde, gäbe es keinen Müll mehr hier.
Mama: Nein, das geht nicht. Das Flugzeug macht ja alleine schon wieder ganz viele Abgase, wenn es fliegt.
Mädchen: Aber da könnte man doch eine Tüte über den Auspuff stülpen und die gleich mit oben lassen!

Mittwoch, 29. Juli 2009

"Turn den Schuh" oder "Lauf, Schuh, Lauf!"

Sommerloch. Sämtliche Reporter suchen nach gestohlenen Dienstwagen verstohlen nach Stories. Und ich? Keine Schüler unterwegs oder Berufsschüler oder Studenten. Und die paar Arbeiter, die es geschafft haben, sich vor Ehepartnern, Kindern und Urlaub zu drücken, haben auch keine Freunde sondern nur Bücher. Sehr unerfreulich. Ich gehöre zu der letzten Kategorie: Keine (finanzielle oder gar soziale) Verantwortung für andere Menschen und sogar einen Job. Trotzdem: Freunde haben wir Morgens-in-der-U-Bahn-Leser nicht - zumindest morgens in der U-Bahn.
Überhaupt. Seit ich darauf warte, dass Leute doch endlich irgendetwas Abstruses sagen, herrscht Stille. Stille in Bussen, Stille in Bahnen, Stille in Tüten.
Daher werde ich meine Schreibwut wohl befriedigen, indem ich Peinlichkeiten von mir selbst preisgebe. Na happy shame.

Heute beispielsweise. Mein Plan nach der Arbeit noch zu joggen war akut gefährdet. Innerer Schweinehund, akute Rückenschmerzen, zuviel Burittos - alles nur Lappalien. was wirklich zählt: Die Bauweise, also die des Hauses natürlich. Also der Bauweise unseres Hauses. Man stelle sich eine Altbauwohnung vor, Deckenhöhe 3.50m. Ein Eckhaus in der Straße. Eckhaus? Ja genau, hier beginnt das Unheil. Die Balkons des anderen Eckhauses ragen einfach vor mein geliebtes Badfenster. Da das andere Haus seinen Leuten natürlich höchstens ein Viertel meiner Deckenhöhe bietet, sind die Etagen ziemlich versetzt und ich erfreue gleich zwei Nachbarn mit meinen Dusch- und Klogeräuschen. Da ist es fast nicht mehr so schlimm, dass ich selbst keinen Balkon mehr habe. Obwohl... Da die obere Über-Eck-Nachbarwohnung aber relativ unbewohnt ist, hab ich einen Superplatz für meine Joggingschuhe. Zwei Jahre ging’s glatt, die Schweißfußwölkchen kringelten sich von dannen und alles war gut. Dann wurde es aber auch Zeit und heute purzelte ein Schuh in hohem Bogen auf den unteren Balkon.

Da lag er nun und ich sah mich schon in hellster Aufregung zum Nachbarhaus rennen, verzweifelt alle Klingeln durchprobieren und nach dem netten alten Russenpäärchen suchen, dass Sonntags immer seine Eier mit lustigen Mützchen warmhält und die ich offiziell gar nicht kenne (Käme ja auch etwas seltsam: "Tschuldigung ich muss mal lüften. Oh, die Unterhose Ihres Mannes ist aber herzallerliebst. Guten Appetit. Ich zieh meinen Kopf jetzt wieder aus Ihrem Balkon raus.") und denen zu erklären, dass mein Schuh von dem anderen Balkon, den ich offiziell gar nicht nutzen darf auf ihren heiligen Plastikgartentisch geknallt ist.

Da lag er nun und ich sah mich schon in hellster Aufregung zum Nachbarhaus rennen, verzweifelt alle Klingeln durchprobieren und nach dem netten alten Russenpäärchen suchen, dass Sonntags immer seine Eier mit lustigen Mützchen warmhält und die ich offiziell garnicht kenne (Käme ja auch etwas seltsam: "Tschuldigung ich muss mal lüften. Oh, die Unterhose Ihres Mannes ist aber herzallerliebst. Guten Appetit. Ich zieh meinen Kopf jetzt wieder aus Ihrem Balkon raus.") und denen zu erklären, dass mein Schuh von dem anderen Balkon, den ich offiziell garnicht nutzen darf auf ihren heiligen Plastikgartentisch und anschließend in eine Balkonecke geknallt ist.

Einige Flüche später kam Schatz (Pseudonym für meinen Freund aus Mangel an Kreativität) an und wurde erstmal mit eingebaut:
"Ich kletter jetzt da runter und hole meinen Schuh und du musst mir nachher wieder hochhelfen."

Während dieser Worte hing ich auch schon ziemlich weit draußen, aber Schatz (s.o.) stoppte mich beherzt. Die Alternative sah folgendermaßen aus: Ich hang kopfüber aus dem Fenster, Schatz hielt mich beherzt an beiden Füßen fest und es folgte ein wildes Angeln mit Besen und Schrubber.

Mit hochrotem Kopf und ganz ohne Wunsch nach Kaffee oder sonstigen Blutdruckpushern sitze ich seitdem hier und regeneriere. Damit ich nachher Joggen kann - versteht sich.

Montag, 27. Juli 2009

Nupagadi!

Zwei Jungs in der U-Bahn, einer erzählt:
Ich mit Sandra im Outlet Roermond. Ich so: "Eh guck ma, die da alle mit den vollen Einkaufwagen vor den Umkleiden!" und sie so: "Ja, rate ma, wie wir gleich aussehn…"

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